In Umsetzung · Realisierung 2025 – 2028
Leidingen:
Fenster nach Europa
Ein Dorf · zwei Länder · keine Grenze
Ein Rundweg durch die deutsch-französische Geschichte — erlebbar in Augmented Reality, mit Kunst und einem KI-Assistenten im öffentlichen Raum.
Ein deutsch-französisches Grenzdorf wird zum begehbaren Erlebnisraum — analog und digital.
Leidingen liegt direkt auf der deutsch-französischen Grenze. Genau diese Grenzlage steht im Mittelpunkt des Projekts „Fenster nach Europa”.
Kernidee ist es, analoge und digitale Erlebnisräume zu verschmelzen. Ein Rundweg mit sechs Stationen führt durch den Ort. An jeder Station verbinden sich historische Inhalte mit moderner Technologie: Eine Augmented-Reality-App* blendet historische Szenen, Gebäude und Geschichten in die reale Umgebung ein, ein KI-gestützter Assistent beantwortet Fragen vor Ort, zwei Skulpturen und Info-Points ergänzen das Erlebnis im öffentlichen Raum.
So entsteht ein Ort, an dem Geschichte nicht nur erzählt, sondern erlebbar wird — über Sprachen und Ländergrenzen hinweg.
Das Projekt
Drei Bausteine · ein Rundweg
1 · App
Sechs Stationen mit GPS und 3D-Einblendungen. Historische Szenen und Gebäude erscheinen direkt vor Ort.
2 · Skulptur „Zickzack“
Eine Stahl-Skulptur, die je nach Blickwinkel andere Persönlichkeiten der europäischen Geschichte zeigt.
3 · KI-Assistent
Ein Avatar an der Infostele beantwortet deine Fragen vor Ort — auf Deutsch, Französisch und Englisch.
Der Rundweg
Sechs Stationen
Der vorgeschlageneRundweg kann am Dorfgemeinschaftshaus beginnen und bis zur Zick-Zack-Skulptur an der Neutralen Straße führen.
Die sechs Erlebnisstationen lassen sich aber auch einzeln und in eigener Reihenfolge entdecken.
1 · Deutsche Kirche
Die Deutsche Kirche wird in Augmented Reality wieder lebendig: Innen- und Außenansicht werden als 3D-Modell erlebbar, ergänzt durch historische Einblendungen und spannende Informationen zum Bauwerk, zum Kriegerdenkmal und zum Grenzblickfenster.
2 · Französische Kirche
Das Pendant auf der französischen Seite: Außen- und Innenraum der Kirche werden digital erfahrbar. Virtuelle Einblendungen erzählen von Architektur, Geschichte, den Grenzblickfenstern und insbesondere von der Lebensgeschichte der französischen Nationalheiligen Jeanne d’Arc.
3 · Neutrale Straße
Ein interaktiver virtueller Zeitstrahl macht die Geschichte der Neutralen Straße sichtbar: Historische Bilder erscheinen als AR-Objekte im Raum und ordnen Ereignisse entlang einer Zeitachse ein. Historische Quellen erzählen in Text, Bild und Ton vom Alltag an einer Straße, die zwei Länder teilt und verbindet.
4 · Grenzblickfenster
Hinter dem Klosterhof öffnet sich die reale Blickachse zwischen den beiden Grenzblickfenstern. Sie wird in der App zum Bildrahmen: Eine AR-Einblendung legt die frühere Grenzsituation auf die heutige Landschaft. Historische Text-, Bild- und Audioquellen vertiefen den Perspektivwechsel zwischen Damals und Heute.
5 · Marianne & Michel
Am Ortseingang begegnen dir die Symbolfiguren Marianne und Michel als digitale 3D-Figuren. Sie stehen für die deutsch-französische Freundschaft und die gemeinsame Geschichte beider Seiten.
6 · Zickzack-Skulptur
Die Zick-Zack-Skulptur bildet den Höhepunkt des Rundwegs. Als Kunst im öffentlichen Raum macht sie das historische Hin und Her der Grenze sichtbar und lädt zugleich zum Ankommen, Sitzen und Verweilen ein. Vor Ort verbinden sich der Blick über beide Länder, ein physischer Rastplatz und digitale Zusatzinformationen, die per App weitere Perspektiven auf die Grenzgeschichte eröffnen.
Technologie & Erlebnis
Wie Geschichte erlebbar wird
Augmented-Reality-App
Die kostenfreie App ist Wegbegleiter und Zeitmaschine zugleich. Per Karte und GPS führt Sie ein virtueller Rundweg durch den Ort. Inhalte sind ortsbasiert abrufbar. 3D-Einblendungen zeigen historische Gebäude und Szenen. Die Modelle entstehen per Photogrammetrie** oder Lidar Scan*** aus echten Aufnahmen des Ortes.
KI-gestützter Assistent
An einer interaktiven Infostele beantwortet ein KI-Avatar Fragen rund um die Region und erklärt die Funktion der App im gesprochenen Dialog in drei Sprachen. Die Verarbeitung erfolgt vollständig lokal, ohne Speicherung personenbezogener Daten (DSGVO-konform).
Mehrsprachig
Alle Inhalte in Deutsch, Französisch und Englisch — passend zur grenzüberschreitenden Lage. Sprache verbindet.
Offline nutzbar
Karte und Inhalte sind lokal gespeichert; für das Erlebnis vor Ort brauchst du keine Internetverbindung.
Barrierefrei
Barrierearm gestaltet (WCAG 2.1 AA, BFSG): Vorleseoption, flexible Textgrößen, alternative Farbpaletten und Alternativtexte.
Kunst im öffentlichen Raum
Die Stahl-Skulptur „Zickzack” zeigt je nach Blickwinkel wechselnde Figurenpaare aus der wechselhaften europäischen Geschichte. Eine Sandstein-Skulptur „Im Gespräch” widmet sich dem Thema Grenzenlose Kunst. Eine Bank mit Blick auf die Neutrale Straße und damit auf beide Länder lädt zum Verweilen ein.
vorläufige Visualisierung KI-generiert
Projektverlauf
Entwicklung
geplant
geplant
Eröffnung des Rundwegs
Der fertige Rundweg „Fenster nach Europa“ wird für die Öffentlichkeit eröffnet.
geplant
geplant
Aufbau im öffentlichen Raum
Skulpturen, Sitzbank und Info-Points werden in Leidingen installiert.
geplant
geplant
Entwicklung von AR-App & KI-Assistent
Die digitalen Erlebnisse entstehen: 3D-Modelle, mehrsprachige Inhalte, KI-Avatar.
Frühjahr 2026
erledigt
Ausschreibung der Maßnahmen
Die Umsetzung der einzelnen Projektbausteine wird öffentlich ausgeschrieben.
Januar 2026
erledigt
Förderbescheid
Der LEADER-Förderantrag wird bewilligt — das Projekt startet offiziell.
2025
erledigt
Konzept & Visualisierung
Idee, Konzeption und erste Visualisierungen der Kunstwerke und Stationen entstehen.
Aktuell zeigen wir erste Visualisierungen des Projektes und ausgewählte Impressionen von den Bauvorhaben. Foto-Material vom Rundweg und den Kunstwerken wird im Projektverlauf ergänzt.
Ein Projekttrailer wird zur Eröffnung ab 2027 in Social Media auf das Projekt aufmerksam machen.
Ein Info-Flyer wird 2028 gedruckt und als Download zur Verfügung stehen.
Förderung & Träger
„Leidingen: Fenster nach Europa”
Das Projekt „Leidingen: Fenster nach Europa” wird im Rahmen des LEADER-Programms der Europäischen Union zur Entwicklung des ländlichen Raums gefördert. Träger der Maßnahme ist der Landkreis Saarlouis in Zusammenarbeit mit der LEADER-Aktionsgruppe
Warndt-Saargau.
Ziel des Projekts ist es, das deutsch-französische Grenzdorf Leidingen als interaktives Kulturerlebnis erfahrbar zu machen. Entlang eines Rundwegs mit sechs Stationen verbinden sich historische Inhalte mit moderner Technologie – darunter eine
Augmented-Reality-App, ein KI-gestützter Assistent sowie Skulpturen und Informationsstelen im öffentlichen Raum.
Das Projekt wird kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).
Entlang eines Rundwegs mit sechs Stationen verbinden sich historische Inhalte mit moderner Technologie – darunter eine
Augmented-Reality-App, ein KI-gestützter Assistent sowie Skulpturen und Informationsstelen im öffentlichen Raum.
Das Projekt wird kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).
*Augmented Reality
Augmented Reality (AR / Erweiterte Realität): Die computergestützte, interaktive Erweiterung der physischen Realitätswahrnehmung. Dabei werden digitale und virtuelle Inhalte – wie 3D-Objekte, Texte, Bilder oder Animationen – in Echtzeit in die reale Umgebung des Nutzers eingeblendet, typischerweise über den Bildschirm eines Smartphones, Tablets oder durch spezielle AR-Brillen.
**Photogrammetrie
Fotogrammetrie (auch Photogrammetrie): Ein berührungsloses Messverfahren, bei dem aus einer Reihe von zweidimensionalen Fotografien (oft aus verschiedenen Blickwinkeln aufgenommen) ein präzises dreidimensionales Modell oder genaue Messdaten eines Objekts, Gebäudes oder einer Landschaft berechnet werden.
***Lidar
LiDAR (Light Detection and Ranging): Eine Technologie zur präzisen optischen Abstandsmessung, die im Prinzip wie Radar funktioniert, jedoch statt Radiowellen schnell pulsierende Laserstrahlen einsetzt. Durch das Aussenden der Laserimpulse und das Messen der Reflexionszeit wird die Umgebung abgetastet, um hochpräzise 3D-Punktwolken zu erstellen (häufig genutzt in der Geodäsie, bei Drohnen und beim autonomen Fahren).